RasenBallsport Leipzig, Fluch oder Segen?


Mit Rasenballsport Leipzig ist am 19.05.2009 ein weiterer Verein gegründet worden, hinter dem ein Konzern mit viel Geld steht. Ein Verein, der viel Geld in die Hand nehmen kann um großes zu bewirken.
Entweder man hasst sie oder man mag sie, ein Zwischending gibt es da nicht.

Man kennt Vereine wie z.B. Hoffenheim, Wolfsburg oder Leverkusen. Diese Vereine sind von großen Geldgebern  gestützt. Wann immer es an etwas mangelt besteht die Möglichkeit durch den Geldgeber es zu bekommen. Somit schaffen sie es, sich in der Bundesliga zu halten. Mit RB-Leipzig schickt sich ein weiterer Verein an, die Bundesliga langfristig zu erreichen. Während andere Vereine , gerade auch im Osten der Republik dafür kämpfen ein ordentliches Stadion zu bekommen (z.B.Rot-Weiss-Erfurt oder Jena), kann es sich der Brausehersteller leisten erstmal 35 Millionen in ein neues Trainingszentrum zu investieren. Traditionsvereine hingegen sind für jeden Sponsor dankbar der den Verein finanziell unterstützen kann und ringen um Gelder aus der Landeskasse oder speziellen Fonds um überhaupt eine ordentliche Spielstätte zu bekommen. Diese kosten dann auch noch 10 Millionen weniger als das Trainingzentrum von RB.  Kein Wunder also, dass Anhänger von Traditionsvereinen nicht gut auf einen Retortenverein wie RB-Leipzig zu sprechen sind.

Doch Rasenballsport Leipzig, so wie dieser Verein ja offiziell heißt, will hoch hinaus.

Die Lizenz für die zweite Liga hat RB schon beantragt und bekommt diese auch, jedoch nur unter Auflagen.

So müssen sie z. B. ihr Vereinslogo ändern, denn Werbung ist im Vereinslogo nicht erlaubt! Weiterhin müssen die Besetzungen in den Führungsgremien geändert werden. Aktuell sitzen dort mehrheitlich Leute von RedBull, dies wiederspricht der 50+1 Regel der DFL.  Eine weitere Auflage, ist die Senkung des  aktuellen Mitgliedsbeitrag auf einen in der zweiten Bundesliga üblichen Betrag.

Der erste Punkt sollte für RB keine Hürde darstellen. Bei Punkt 2 und 3 jedoch könnte es vielleicht noch Klärungsbedarf geben. Denn von draussen (nicht RedBull Angehörige) lässt man sich nicht gern reinreden. Das dürfte auch den überdurchschnittlich hohen Mitgliedsbeitrag von 800,00€  erklären. RB-Leipzig hat aktuell gerade mal 9 Vereinsmitglieder, die alle zu Red-Bull gehören.

Gegen die Auflagen wurde von RB  natürlich fristgerecht eine Beschwerde eingereicht. Ob es was bringt wird man voraussichtlich am 28.05.2014 wissen.

Nun aber mal andersherum gedacht. Kann so ein „starker“  Verein nicht auch gut sein für die Region?

Vielleicht könnten ja sogar andere Vereine in der Region davon profitieren, dass es einen solchen Retortenverein wie RB-Leipzig  gibt? Interessant dazu ist auch ein Bericht von Sport1.  Besonders die Kommentare dazu finde ich lesenswert, da lässt sich schön herauslesen wie unterschiedlich die Meinungen zu diesem Thema sind.

Mein Fazit dazu ist:  Die Bundesliga braucht einen solchen Verein sicher nicht. Dadurch werden die Strukturen so wie sie mal waren und/oder noch sind in der Liga zerstört. Andererseits die Zeiten ändern sich und wer weis, was den deutschen Fussball noch so erwartet.  Am Ende kann einzig die Region vielleicht von diesem Verein profitieren.

 

 

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Über Daniel Dorow


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